Wie kann Berufsorientierung gelingen, wenn klassische Messen und Infostände bei Jugendlichen oft nur begrenzt ankommen? Mit dieser Frage hat sich am Montag, 13. April, das Format „MINTkickt“ am Gymnasium „In der Wüste“ beschäftigt – und dabei neue Wege aufgezeigt.
Gemeinsam mit der Oberschule Erich-Maria-Remarque und dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte wurde das Schulgelände für einen Tag zur interaktiven Begegnungsfläche zwischen Schülerinnen und Schülern sowie regionalen Unternehmen. Veranstaltet wurde das Format vom Verein ROCKID.one, der mit „MINTkickt“ ein innovatives Konzept für praxisnahe Berufsorientierung entwickelt hat.
Anders als bei klassischen Ausbildungsmessen standen am Montag dabei nicht Gespräche am Messestand im Mittelpunkt, sondern gemeinsame Aktivitäten. In kleinen Teams durchliefen die Jugendlichen verschiedene Stationen, an denen sie Aufgaben lösen, zusammenarbeiten und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Betriebe entstanden dabei ganz nebenbei – im Spiel, in der Bewegung und oft deutlich ungezwungener als in klassischen Bewerbungssituationen.
Besonders bemerkenswert war der inklusive Ansatz der Veranstaltung: Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hörbeeinträchtigung arbeiteten gemeinsam in Teams. Für viele Schülerinnen und Schüler war der Tag damit mehr als nur eine weitere Berufsorientierungsveranstaltung. Sie konnten eigene Stärken entdecken, erste Kontakte knüpfen und erleben, wie vielfältig berufliche Wege sein können.
Text: Dr. Tobias Romberg
Fotos: Hendrik Langebrake, Nele Keller
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