Am Freitag, 5. Dezember 2025, nahmen die Klassen 9a und 9b im Politik-Wirtschaft-Unterricht an einem Workshop der überparteilichen Initiative Youmocracy teil. Ziel war es, die politische Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken und ihnen zu zeigen, wie spannend und lebendig demokratische Diskussion sein kann. Geleitet wurden die 90-minütigen Workshops von den Demokratiebotschaftern Joram Vornmoor und Espen Rechtsteiner, die mit abwechslungsreichen Methoden arbeiteten und die Klassen unmittelbar ins Gespräch brachten.
Inhaltlich drehte sich der Workshop um das Verhältnis von Demokratie und Wissenschaft, eines von mehreren Beispielen hierfür war eine Debatte über eine allgemeine Impfpflicht. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten verschiedene Perspektiven, formulierten eigene Standpunkte und reflektierten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Entscheidungen zusammenwirken. Dabei ging es auch um Fragen wie: Welche Verantwortung trägt die Politik, wenn Fakten eindeutig erscheinen? Wo liegen Grenzen staatlicher Eingriffe? Und sollten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärker in politische Prozesse eingebunden sein?
Als Orientierung diente der Youmocracy-Diskussionskompass mit seinen fünf Prinzipien: Respekt, Toleranz, Offenheit, Transparenz und Konsensbereitschaft ohne Zwang. Diese Grundsätze halfen den Schülerinnen und Schülern, konzentriert und fair zu argumentieren.
Der Workshop machte deutlich, wie interessiert und engagiert Jugendliche diskutieren, wenn sie die richtigen Werkzeuge, einen strukturierten Rahmen und die Freiheit zum eigenen Denken bekommen. Ein herzliches Dankeschön gilt den Demokratiebotschaftern Joram Vornmoor und Espen Rechtsteiner sowie dem gesamten Team von Youmocracy e.V. für die gelungene Zusammenarbeit. Wir freuen uns, dass zwei 10. Klassen in einigen Tagen ebenfalls Youmocracy-Workshops erleben werden – dann zu einem anderen Thema.
Text und Fotos: Tobias Romberg
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