Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs der Jahrgangsstufe 12 haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Zukunftsfragen beschäftigt. Im Sinne von FuturesLiteracy entwickelten sie Szenarien zu gesellschaftlich relevanten Themengebiete wie alternativen Ernährungsformen, Lebensverlängerung durch Medizin, autonomer öffentlicher Nahverkehr, alternative Antriebstechniken, Demokratieförderung durch öffentlichen Rundfunk sowie psychischen Herausforderungen wie Depression und einigem mehr.
Zum Abschluss ging es ins Museum Industriekultur in die Ausstellung Zukunft Bauen. Dort wurden Zukunftsideen nicht nur diskutiert, sondern im Rahmen eines Workshops von unseren Schülerinnen und Schülern kreativ gestaltet und als dreidimensionale Modelle sichtbar gemacht.
Entstanden sind visionäre Entwürfe für lebenswerte Städte und Infrastrukturen: autofreie, begrünte Stadtlandschaften mit Solarenergie und nachhaltiger Mobilität, innovative Wohnkonzepte mit Gemeinschaftsflächen und ökologischer Architektur, urbane Seilbahnnetze als klimafreundliche Verkehrsalternative sowie mehrstöckige Mobilitätszentren auf dem Wasser, die Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.
Die Modelle zeigen eindrucksvoll: Zukunft ist nicht einfach etwas, das auf uns zukommt – sie wird von Menschen gestaltet, die bereit sind, kreativ zu denken, Fragen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Unsere Schülerinnen und Schüler sind Teil davon - wir fördern Zukunfts-Agency.
Unser Bauwerk verbindet Natur, Begegnung und Erholung. Über einem See kreuzen sich Brücken, deren Schnittpunkte als Orte für Gemeinschaft und Freizeit dienen, unter den Brücken entstehen Aufenthaltsbereiche mit Schatten und Ruheflächen. Gerade im Anblick der zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung und Abnahme des gesellschaftlichen Zusammenhalt schafft unser Entwurf Räume, die Menschen zusammenbringen und einen Austausch ermöglichen.
Kommentar von Andra und Lena zu ihrem Projekt
Vielen Dank an das Museum Industriekultur für die inspirierende Lernumgebung und den gelungenen Workshop!
Dr. Anna-Katharina Lienau
892 
