U16-Basketballerinnen des Gymnasiums „In der Wüste“ gehören zu den besten Teams Deutschlands
Die U16-Basketballerinnen des Gymnasiums „In der Wüste“ haben beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin einen herausragenden 4. Platz erreicht. Nach spannenden Spielen, großen Emotionen und beeindruckendem Teamgeist zählt die Mannschaft damit zu den vier besten Schulmannschaften Deutschlands.
Für das Gymnasium „In der Wüste“ war schon die Qualifikation für das Bundesfinale ein großer Erfolg. Als niedersächsischer Landessieger reiste die U16-Mädchenmannschaft Anfang Mai nach Berlin, um dort das Land Niedersachsen im Basketball zu vertreten. Mit dabei waren neun Spielerinnen, eine Schülerin als Schülermentorin, Lehrkraft Nele Keller sowie Martina Flerlage, Coach und Jugendkoordinatorin beim Osnabrücker Sportclub.
Die Reise begann am Dienstag mit der Deutschen Bahn in Richtung Hauptstadt. Nach der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof wurden die Schülerinnen akkreditiert und erhielten ihre Teilnehmendenausweise, mit denen sie sich während des Bundesfinales frei in Berlin bewegen konnten. Außerdem wurde das Team mit Pullovern und T-Shirts des Landes Niedersachsen ausgestattet. Bereits die Ankunft in Berlin machte deutlich, dass dieses Bundesfinale weit mehr ist als ein gewöhnliches Turnier. Nach der Akkreditierung am Berliner Hauptbahnhof und den ersten Stationen vor Ort, an denen die Schülerinnen Fotos machen, Interviews führen und Turnieratmosphäre schnuppern konnten, ging es für das Team weiter in die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin. Dort wurden die niedersächsischen Mannschaften offiziell durch die Delegationsleitung begrüßt - ein besonderer Moment, der das Gefühl verstärkte, nicht nur als Schulmannschaft, sondern als Vertreterinnen ihres Bundeslandes in Berlin anzutreten.
Am Mittwoch startete dann der sportliche Teil des Turniers. In der ersten Begegnung traf das Team auf die Main-Taunus-Schule Hofheim aus Hessen. Obwohl die Wüsten-Mädchen über weite Strecken führten und drei Viertel lang sehr gut im Spiel waren, mussten sie sich am Ende mit 24:38 geschlagen geben. Die Enttäuschung war zunächst groß, doch das Team zeigte direkt danach eine starke Reaktion.
Gegen die Oberschule Findorff Bremen gelang ein deutlicher 56:12-Sieg. Mit viel Tempo, konzentrierter Verteidigung und großem Teamgeist meldete sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück. Auch gegen das Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow aus Brandenburg zeigte das Team eine überzeugende Leistung und qualifizierte sich damit für die Finalrunde.
Dort wartete zunächst das Gymnasium Theresianum Mainz aus Rheinland-Pfalz. Was folgte, war ein echter Krimi: In einem packenden Spiel, in dem beide Teams bis zur letzten Sekunde kämpften, setzten sich die Osnabrückerinnen hauchdünn mit 37:36 durch. Der Jubel nach der Schlusssirene war riesig. Ein Moment, der allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird.
Anschließend traf das Team auf das Rotteck-Gymnasium Freiburg aus Baden-Württemberg. Auch hier zeigten die Mädchen großen Einsatz, viel Mut und bemerkenswerte Nervenstärke. Nach diesen emotional intensiven Spielen war die Mannschaft körperlich und mental bereits stark gefordert, doch der Traum vom Finale lebte weiter.
Im Halbfinale ging es gegen die Sportschule im Olympiapark – Poelchau-Schule Berlin, eine ausgewiesene Sportschule und spätere Bundessiegerin. Gegen die stark besetzte Berliner Mannschaft mussten sich die Wüsten-Mädchen deutlich geschlagen geben. Trotzdem war allein das Erreichen des Halbfinales ein außergewöhnlicher Erfolg und ein Beweis dafür, dass das Team auf Bundesebene mehr als konkurrenzfähig ist.
Am Freitag stand schließlich das Spiel um Platz drei gegen Münster auf dem Programm. Nach den kräfteraubenden Partien des Vortages, vielen Emotionen und mehreren Verletzungen fehlte der Mannschaft am Ende die Energie, um noch einmal an die vorherigen Leistungen anzuknüpfen. Das Spiel ging mit 20:46 an Nordrhein-Westfalen.
Die erste Enttäuschung wich jedoch schnell einem überwältigenden Gefühl von Stolz: Platz 4 in Deutschland — ein Ergebnis, das am Gymnasium „In der Wüste“ niemand als selbstverständlich ansehen kann. Die Mannschaft hat mehr erreicht, als man sich vor Turnierbeginn zu träumen gewagt hatte. Nach dem 8. Platz der U18-Jungen im vergangenen Jahr bedeutet der 4. Platz der U16-Mädchen eine weitere deutliche Steigerung und unterstreicht die positive Entwicklung des Basketballs am Gymnasium „In der Wüste“.
Ein wichtiger Baustein dieses Erfolgs ist die enge Kooperation mit den OSC-Panthers Osnabrück, die in den kommenden Jahren weiter vertieft werden soll. Ziel ist es, sportliche Talente zu fördern, schulische und sportliche Entwicklung miteinander zu verbinden und auch in Zukunft Teams zum Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zu führen.
Ein besonderer Dank gilt Martina Flerlage für das Coaching, die Vorbereitung und die engagierte Betreuung der Mannschaft. Ebenso groß war die Unterstützung durch die Sportlehrkräfte und die Eltern: Einige reisten sogar nachts zum Endspiel nach Berlin, um die Mädchen vor Ort anzufeuern. Auch wenn es am Ende nicht mit Platz drei belohnt wurde, zeigte diese Unterstützung, wie sehr die gesamte Schulgemeinschaft mitgefiebert hat.
Den feierlichen Abschluss bildete die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. In beeindruckender Atmosphäre wurden die Ergebnisse aller Sportarten gewürdigt, gemeinsam gesungen, die Nationalhymne gespielt und die Siegerteams geehrt. Mit dabei waren zahlreiche Gäste aus Sport und Politik, darunter unter anderem Leichtathletik-Olympiasieger Robert Harting, der als Pate des Wettbewerbs vor Ort war.
Am Samstag trat das Team schließlich die Heimreise nach Osnabrück an. Am Bahnhof wurden die Spielerinnen von ihren Familien herzlich empfangen und mit Applaus gefeiert — ein emotionaler Schlusspunkt einer unvergesslichen Woche.
Das Gymnasium „In der Wüste“ gratuliert der gesamten Mannschaft herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg.
Platz 4 beim Bundesfinale — das ist nicht nur ein sportliches Ergebnis. Es ist ein Zeichen für Teamgeist, Zusammenhalt, Mut und die Bereitschaft, über sich hinauszuwachsen. Wir sind unglaublich stolz auf euch!
Nele Keller
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