Bereits zum 27. Mal schrieb der Fachverband Philosophie den "Landes- und Bundeswettbewerb Philosophischer Essay" aus. Aufgerufen waren alle philosophieinteressierten Schüler:innen der Sekundarstufe II - ein Wettbewerb wie gemacht also für den Prüfungskurs Werte und Normen im Jahrgang 13. Zumal es in diesem Jahr unter den vier vorgegebenen Themen eine besonders spannende Frage zu erörtern galt: Hat eigentlich jeder Mensch ein Anrecht auf die Wahrheit?
Diese Frage hatten wir im Unterricht bereits aus mehreren Perspektiven beleuchtet, im Jahrgang 12 aus ethischer Sicht (Was soll ich tun?) und in diesem Schuljahr mit erkenntnistheoretischem Schwerpunkt (Was kann ich wissen? Was ist das überhaupt - Wahrheit? Und wie kann ich sie erlangen?). Nun ging es für jede und jeden Einzelnen darum, dieses Wissen zu nutzen, dabei einen ganz eigenen Zugang zur Frage nach der Wahrheit zu entwickeln und diese Gedanken dann pointiert zu Papier zu bringen - das Ganze auch noch möglichst originell und stilistisch elegant, eben im typischen Essay-Stil. Durchaus eine Herausforderung also, der sich die Schüler:innen jedoch engagiert stellten.
Zweien von ihnen gelang dies besonders gut: Džejlana Begić und Leen Alkhatib verfassten nach Meinung ihrer Mitschüler:innen die gelungensten Essays und durften ihre Beiträge beim Fachverband einreichen. Dafür erhielten sie nun als Anerkennung jeweils eine Urkunde, zusätzlich wurde Džejlanas Beitrag von der Jury mit einem Buchpräsent ausgezeichnet. Wir freuen uns mit Leen und Džejlana über diese schöne Würdigung ihrer Leistungen.
Text und Bilder: Helen Junglas
1973 
