Lernen neu vernetzen
Mit einem Team aus insgesamt zehn Personen war das Gymnasium „In der Wüste“ zu einer Fortbildung und Hospitation in Roermond (Niederlande). Ziel war es, uns auf strategischer Ebene mit möglichen Entwicklungspfaden unserer Schule auseinanderzusetzen und dafür gezielt Impulse von außen zu holen. Der Fortbildungstag wurde u. a. durch Hospitationen an der Niekée Schule sowie bei Wings Agora gestaltet. Besonders prägend waren die Impulse von Rob Houben.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Schule anders gedacht werden kann – organisatorisch, pädagogisch, architektonisch und finanziell. Eindrucksvoll war dabei, dass Schulen in den Niederlanden in vielen Fällen deutlich eigenständiger agieren: Sie können Schwerpunkte setzen, Budgets verwalten, Konzepte entwickeln und sich mit ihren Angeboten im lokalen Umfeld bewähren. Erfolgreiche Modelle haben Zulauf – andere werden angepasst oder verschwinden. Besonders interessant war auch der Blick auf Architektur und Finanzierung: Lernorte werden dort häufig ganz anders gebaut als im klassischen „Kasernenstil“, der in Deutschland noch weit verbreitet ist. Gleichzeitig bleibt man teilweise sogar unter den Quadratmeterkosten, die in Deutschland üblich sind – und erhält zudem weniger Geld pro Schüler.
Für uns war diese Fortbildung ein wichtiger Schritt, um unsere eigene Schulentwicklung weiter zu schärfen, auf die sich das Gymnasium "In der Wüste" im Dezember 2025 mit breiter Mehrheit verständigt hat: Wir wollen uns Schule langfristig zu einem Bildungshub weiterentwickeln – im Sinne einer Networked Education, die vielfältige Lernwege, Partner, Angebote und Kompetenzen vernetzt und Schülerinnen und Schülern eigene Schwerpunkte und Selbstverantwortung ermöglicht. Für eine fachlich gute und umfassende Bildung und Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler.
Der Besuch war inspirierend, herausfordernd und hoch relevant – und er bestärkt uns darin, mutig weiterzudenken.
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