Unter einem convivium verstand man im antiken Rom ein Abendessen, bei dem exklusiv geladene Gäste bei einem Römer der Oberschicht zu Tisch lagen. Eine solche Abendgesellschaft war als institutionalisiertes und soziales Ereignis, bei dem Kontakte geknüpft, Freundschaften gepflegt und politisch wie gesellschaftliche Entscheidungen getroffen wurden, so wichtig, dass es zum Motiv in der römischen Literatur werden konnte.
Die elften Klassen des Gymnasiums „In der Wüste“ wollen am 17.02. in einem Workshop zusammen mit Altertumswissenschaftlerinnen der Universität Osnabrück der Frage nachgehen, wie die Literatur auf das convivium als Ereignis Bezug nimmt und welche Funktion den literarischen Texten zukommt. Die Schülerinnen und Schüler werden am Beispiel römischer Epigramme nicht nur einen Einblick bekommen, wie Wissenschaft arbeitet, sondern unter methodischer Anleitung auch selbst Erkenntnisse über die Literatur und Kultur des antiken Rom gewinnen.
106 
