Am vergangenen Freitag erreichte uns die erfreuliche Nachricht, über die wir sehr stolz und glücklich sind: Klara Schulz, Teilnehmerin am Leistungskurs Latein eA, hat als eine von insgesamt nur zwölf Schülerinnen/Schülern aus ganz Niedersachsen die Endrunde des diesjährigen Landeswettbewerbs Alte Sprachen (Rerum Antiquarum Certamen) des Niedersächsischen Altphilologenverbandes erreicht!

Dieser Landeswettbewerb Alte Sprachen findet jedes Jahr in den Sprachen Griechisch und Latein statt. In drei Wettbewerbsrunden werden nach einer Übersetzungs- und Interpretationsklausur die besten Klausurergebnisse zu einer Hausarbeit zugelassen, die besten Leistungen daraus qualifizieren sich für ein finales dreitägiges Kolloquium in Wolfenbüttel, im Verlauf dessen zwei Schülerinnen / Schüler sich für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes empfehlen werden.

Im Jahr 2020 haben an diesem Wettbewerb alle Schülerinnen und Schüler aus dem LK Latein in Jg. 12 teilgenommen, von denen sich zwei für die nächste Runde, also die Hausarbeit qualifiziert hatten. Die vierstündige Klausur im Oktober 2020 bestand aus einem unbekannten Text eines bis dato noch nicht behandelten Autors (Tacitus, Agricola) inkl. dreier Interpretationsaufgaben. Für die Hausarbeit konnten wir aus einer längeren Liste von Vorschlägen wählen, wobei die Schusseligkeit des betreuenden Lehrers (Herr A. aus O.) bzgl. Termineinhaltungen und Corona bzgl. Literaturbeschaffung die Bedingungen erschwert haben.

Mit ihrer 43-seitigen Hausarbeit zu Ausschnitten aus Ovids ars amatoria und deren Bezügen zu heutigen Datingangeboten und -portalen hat Klara nicht nur den besagten schusseligen Lehrer zu einem sehr guten Gutachten, sondern auch die Landesjury überzeugt, sodass sie nun zur Endrunde im Juni nach Wolfenbüttel eingeladen wurde.

Das Kolloquium besteht aus einem eigenen vorbereiteten Referat zu einem selbstgewählten altphilologischen Thema, mehreren Diskussionsrunden und Gesprächen mit Repräsentantinnen/Repräsentanten der Studienstiftung. Das wird anstrengend, doch wir werden kämpfen, alles geben und in jedem Fall etwas gewinnen: tolle Erfahrungen.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie wenig tot und abgeschrieben die "Alten Sprachen" in der Gegenwart einerseits tatsächlich agieren und wie konsequent andererseits das eigene Leitbild am GidW umgesetzt wird, in diesem Prozess etwa im Hinblick auf Herausforderungen, Förderung von Fähigkeiten, Eigenständigkeit und Selbstvertrauen.

Herzlichen Glückwunsch, Klara, und viel Erfolg für die letzte Etappe!

Thomas Allewelt

Informationen zum RAC: https://rac.navonline.de/