Können Computer denken? Können sie Gefühle haben? Oder haben sie gar ein eigenes Bewusstsein? Welchen Einfluss wird die künstliche Intelligenz in Zukunft auf unser Leben haben? Diese Fragen hat der Autor Karl Olsberg in seinem neuesten Zukunftsroman Boy In A Dead End in Form einer spannenden Geschichte rund um den Protagonisten Manuel aufgegriffen.

Manuel ist unheilbar an ALS erkrankt und beinahe vollständig gelähmt. Seine virtuellen Freunde ahnen nicht, dass er seinen Avatar in Team Defense mithilfe von Marvin, seinem intelligenten Rollstuhl, steuert. Manuel schöpft Hoffnung, als er von einem spektakulären Experiment erfährt: Ein findiger Unternehmer will eine Computersimulation seines Gehirn entwerfen, sodass Manuels Bewusstsein in einem Computer weiterleben kann. Nicht alle in Manuels Familie sind von dieser Idee begeistert…

Gebannt und aufmerksam lauschten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der abwechslungsreichen Lesung am heutigen Vormittag. Neben Auszügen aus seinem Roman präsentierte Olsberg auch einen wissenschaftlichen Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Menschen und diskutierte die Frage, welche Chancen, aber auch Risiken mit der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz verbunden sind.

Den Abschluss bildete eine offene Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern, in der dem Autor auch interessante Fragen zu seinem literarischen Schaffungsprozess gestellt wurden. Laut Olsberg, der beruflich sehr vielseitig ist und u.a. Unternehmensberater, Manager eines Fernsehsenders und Gründer mehrerer Start-Ups war, ist das Schreiben die schönste Beschäftigung, die es gibt, da man kreativ sein könne und eine große gestalterische Macht über seine Figuren habe.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten ihre Anerkennung für die gelungene Veranstaltung mit anhaltendem Applaus.

Wir danken dem Literaturbüro Westniedersachsen in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Osnabrück, die diese Lesung im Rahmen ihrer Literaturreihe Lit4U möglich gemacht haben.

Anja Hanneken