Am 23. September 2019 starteten wir mit 30 Achtklässlern im Rahmen der in diesem Schuljahr zum ersten Mal durchgeführten „Sprachenfahrt“ unsere Tour in die „Karibik Deutschlands“ (wie Herrn Fastenau von Ortsansässigen berichtet wurde) - ins Saarland, genauer gesagt nach Tholey.

Nach dem Bezug der Zimmer in der modernisierten Jugendherberge erkundeten wir zuerst das kleine Örtchen am Fuße des Schaumberges. Abends entfachten die Brandmeister Felix und Herr Fastenau ein Lagerfeuer, über dem wir Stockbrot buken.

Am Dienstag unternahmen wir eine Exkursion in die benachbarte Römerstadt Trier. Nach einer Stadtführung und dem Besuch des Rheinischen Landesmuseums konnte die Innenstadt in Kleingruppen unsicher gemacht werden. Am Abend lud Herr Fastenau zu einem gemeinsamen Singabend ein, auf dem Klassiker wie „The lion sleeps tonight“ oder „Lemon tree“ geträllert wurden. Anschließend erlegten wir während der ein oder anderen Runde Werwolf das ein oder andere Untier (wie an jedem Abend in dieser Woche).

Während einer Grabung am Mittwoch schnupperten die Schüler in die Arbeitsweise von Archäologen hinein; dabei gruben Smilla und Helena sogar einen Schweinekiefer und später Teile einer Ofenanlage aus der Römerzeit aus. Für die uns betreuende Archäologin ein Sensationsfund! Im strömenden Regen, der uns leider die ganze Woche über begleitete und von dem wir uns aber die Stimmung nicht verderben ließen, übten wir uns danach im Bogenschießen, klettern und traten in Geschicklichkeits- und Koordinationsspielen gegeneinander an.

Am letzten Tag klingelten die Wecker in aller Frühe – Gruß an Niklas und Emma: Weckzeit immer richtig einstellen und schneller zum Handy springen. Wir fuhren nach Frankreich. Dort besuchten wir die Zitadelle von Bitsch, die wir bei einem audio-geführten Rundgang kennenlernten, wandelten im Garten des Friedens umher und stiegen ca. 25 Meter unter die Erde, um das Artilleriewerk Schoenenbourg zu besichtigen. Zum Abschluss durften in einem Supermarché die Regale geplündert werden, manch französische Tüte Haribo, einige Eclaires und das ein oder andere Carambar überlebte die Heimfahrt nach Osnabrück nicht.

Corinna Neugebauer